
Auf der Komodo Dancer , einem 30 Meter langen und 10 Meter breiten Zweimastsegler erkundeten wir dann eine Woche lang die Tauchgebiete Nusa Tengara und Gili Banta sowie den Komodo-Nationalpark. Intakte Riffe mit traumhaft schönen Korallen und eine unüberschaubare Artenvielfalt von großen und klein(st)en Meeresbewohnern machten jeden der vier Nitrox-Tauchgänge am Tag zu einem Erlebnis. Vom Pygmäenseepferdchen über Nacktschnecken, Garnelen, Schaukelfische, Anglerfische und sogar dem äußert selten zu findenden Blauringoktopus war hier alles zu finden. Weißspitzenriffhaie, ein Schwarm Büffelkopfpapageienfische, Barakudas und andere große Fischschwärme wurden zur Nebensache wenn Mantas „einflogen“. Bei den Nachttauchgängen begeisterten uns vor allem die unzähligen Garnelen, Krebse, Sephias, Stargazer und Langusten.
Zwischen den Tauchgängen sorgten Landausflüge zu einem Vulkan-Kratersee oder eine kleine Bergwanderung mit gigantischem Blick auf die indonesische Inselwelt für Abwechslung. Geradezu Pflicht ist es, am frühen morgen zu Fuß einen 4 Kilometer langen Trail durch den Dschungel auf Komodo zu unternehmen, um die bis zu 3 Meter großen Warane zu sehen. Während der ganzen Woche sahen wir nur einmal ein anderes Boot und am Ende verließen wir wehmütig die Komodo Dancer.
Nach einer 3-Stündigen Fahrt auf abenteuerlichen Strassen vorbei an Tempeln, Reisfeldern, Kaffee- und Kakaoplantagen sowie durch Dörfer, umrahmt vom 1500 Meter hohen Kraterrand des Vulkans Batur erreichten wir unser nächstes Ziel, den immer noch ursprüngliche Norden Balis. Das kleine Hotel Alam Anda mit eigener Tauchbasis und Massagehaus liegt in einem tropischen Garten und ist der ideale Ort zum Abschalten und Erholen sowie Ausgangspunkt für (Halb-)Tagestouren zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Das bis auf 35 Meter abfallende Hausriff bietet bei jedem Tauchgang Nacktschnecken, Schaukelfische, Garnelen, Krebse und sogar Pygmäenseepferdchen sowie natürlich die üblichen Riffbewohner wie Clownfische, Papageienfische usw. Der bekannteste Tauchplatz Balis ist das Wrack der fantastisch bewachsenen US Liberty in der Nähe von Tulamben. Man findet auch hier neben Fischschwärmen, Schwämmen und Korallen wieder allerlei „Kleinzeug“.
Nach einer erholsamen, durch die Ausflüge und Tauchgänge aber abwechslungsreichen Woche, machten wir uns auf den Rückweg nach Deutschland und erreichten nach 36 Stunden unser zu Hause in Plattling.
( Regine Saller )