
Voller Vorfreude machten wir uns am 24. Oktober 2005 auf dem Weg zum Flughafen um unseren 2-wöchigen Urlaub auf den Malediven anzutreten. Wir waren sehr gespannt und
hofften natürlich mit unserer Insel auch die richtige Wahl getroffen zu haben. Wird es so werden wie man sich die Malediven mit der Unterwasserwelt des Indischen Ozeans vorstellt? Wird das Wetter schön sein und das Tauchen spitze werden? Mit diesen Fragen stiegen wir nun in das Flugzeug um den langen, nervigen Flug anzutreten.
Als wir dann endlich nach 12 Stunden mit kurzem Zwischenstop auf Sri Lanka am Airport Hulule ankamen, ging es mit dem Wasserflugzeug auch gleich weiter auf unsere Urlaubsinsel Kuredu, die sich im Norden der Malediven im Lhaviyani-Atoll befindet. Allein die vielen kleinen Inseln und Atolle, die man vom Air Taxi aus sehen kann, sind eine Reise auf die Malediven wert. Als wir dann auf Kuredu ankamen, waren unsere Erwartungen auch gleich übertroffen. Schönstes Wetter, glasklares türkises Meer, super Beach Villa und ein spitzenmäßiges Essen erwarteten uns schon.
Am nächsten Tag ging es dann auch gleich zur Tauchbasis der Prodivers. Wir waren wirklich beeindruckt, wie diese Tauchbasis ausgestattet war und es fehlte an nichts. Nach einer umfassenden Einführung eines Tauchguides über den Ablauf in der Tauchbasis und bei den Ausfahrten ging es auch gleich los mit dem Check-Dive am Hausriff.
Nachdem wir Wechselatmung, Maskenausblasen usw. vorgeführt hatten, konnten wir die verbleibende Luft nutzen um das Hausriff zu erkunden. Das dort versunkene Schiffswrack mit einer Vielzahl bunter Fische beeindruckte uns sogleich. In den nächsten Tagen fuhren wir jeden Morgen mit den Tauchbooten der Prodivers hinaus, um die Unterwasserwelt an den verschiedenen Tauchplätzen zu entdecken. Einer der spektakulärsten Tauchplätze war der Kuredu Express. Durch die hier sehr starke Strömung und der großen Meerestiefe hielten sich dort zahlreiche Großfische wie Weißspitzen- und Grauhaie auf, die an uns in nächster Nähe auf 30 m Tiefe vorbeizogen. Auch große Napoleons, Thunfische und Rochen ließen sich blicken. Diese Tiere zu beobachten begeisterte uns so, dass wir diesen Tauchplatz nicht nur einmal besuchten. Aber auch Shipyard mit seinen zwei versunkenen Frachtschiffen, von denen eines sogar noch sechs Meter aus dem Wasser ragte, waren super zum Betauchen. Im Inneren, der mit wunderschönen Weichkorallen bewachsenen Wrack’s, hielten sich unzählige kleine und große Fische auf. Wir machten jeden Tag ein bis zwei Tauchgänge und es war wirklich kein einziger dabei, der sich nicht gelohnt hätte. Ob Wrack’s, Steilwände oder einfache Riffe, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Zackenbarsche, Doktorfische, Drücker, Kugelfische und viele andere Meeresbewohner konnten wir beobachten. An so ziemlich jedem Tauchplatz haben wir auch Schildkröten, Rotfeuerfische und Muränen entdecken können. Aber auch seltenere Genossen, wie ein blauer Frogfish, ließen sich blicken. Der hatte sich so gut getarnt, dass wir ihn nur durch genaueres Hinschauen und durch Zufall entdecken konnten. Im Großen und Ganzen können wir gar nicht sagen, welcher Tauchplatz uns besser gefallen hat bzw. am schönsten war. Der eine besticht durch seine Artenvielfalt, der andere durch seine Farbenpracht und seinem Fischreichtum. Was wir sagen können ist, unsere Erwartungen wurden auf alle Fälle übertroffen und „Malediven wir kommen wieder“!