1. Niederbayerischer Tauchsportclub Plattling e.V.
REISE/BERICHTE

Thailand 2008 - Das Leben nach dem Tsunami

Als am 26.12.2004 der Tsunami über Thailand hereinbrach, entschlossen wir uns spontan eine Benefizveranstaltung abzuhalten. Mit der gespendeten Summe sollten gezielt Familien und Einrichtungen in direkter und unbürokratischer Form unterstützt werden. Uschi und Michael Rankl, die damals als Tauchguides in Khao Lak tätig waren, erklärten sich sofort bereit, die Verteilung der Gelder vor Ort in die Hand zu nehmen.
In den Osterferien machten wir, Peter und Gabi Porys und Richard, Martina, Julia und Bastian Espertshuber, uns auf den Weg nach Khao Lak um uns vor Ort ein Bild zu machen, wie die Hilfsmaßnahmen umgestezt werden konnten. Im damals fast vollständig zerstörten Fischerdorf Nam Ken trafen wir die Familie des Kapitäns Dam, der sein Haus und zwei seiner Kinder verloren hatte. Mit Spendengeldern konnte er sich das relativ teure Holz kaufen, um sich zumindest sein Haus wieder aufzubauen. Der Inhaberin eines kleinen Lokals am Strand wurde mit dem Kauf eines Kochers ermöglicht, die Grundlage für ein neues Restaurant zu schaffen. Auch eine Schule in Khao Lak konnte mit Spendengeldern unterstützt werden.
Während der Besichtigungstour wurde deutlich, dass Spenden, die privat übergeben werden können, wesentlich effektiver waren. Große Organisationen unterstützen zwar, geben aber selten Gelegenheit um Hilfe zur Selbsthilfe zu initiieren, was unser Anliegen war.
Thailand ist ein Land der vielen Möglichkeiten. Neben der beeindruckenden bunten und fischreichen Unterwasserlandschaft am Tauchspot East of Eden auf den Similan Inseln waren die Tauchgänge am Koh Bon, Koh Tachai und Richelieu Rock ein großartiges Erlebnis. Mantas und Leopardenhaie waren fast immer ein Garant für einen gelungenen und unvergesslichen Tauchgang. Auch am Bonsoong Wrack, eine durch den Tsunami in viele Einzelteile zerlegte Zinnbagger-Plattform, fand man eine große Anzahl von Fischschwärmen, Netzmuränen, Rotfeuerfischen und allerlei Kleinstlebewesen.
Das Tauchboot Amarpon war zwar keine große Luxusjacht, man trat sich aber dennoch nicht auf die Füße, dank der guten Organisation des Bootteams. Täglich konnte man, wie auf jeder Safari, vier Tauchgänge machen, die von einem Tauchguide geführt wurden. Man musste sich also nicht um Orientierung kümmern, sondern konnte das Tauchen und Fotografieren in vollen Zügen genießen. Die Tauchtiefe war auch kein Thema, da die Tauchspots meist nicht tiefer als 35m waren. Die Verpflegung war erstklassig, abwechslungsreich und reichlich.
Das Leben an Land war enorm preiswert. Mit gemieteten Rollern war es einfach, die Gegend zu erkunden und Ausflüge auf eigene Faust zu unternehmen. Die Besichtigung der Tempelanlagen, James Bond Island mit seinem berühmten Felsen aus dem Film Der Mann mit dem goldenen Colt, Elefantenreiten und die Kanufahrten auf den Koh Sok River und durch die Grotten des Phang Nga Nationalparks waren unbeschreiblich schön.
Auch mit unserer Unterkunft Loma Resort haben wir eine gute Wahl getroffen. In einem Bungalow mit zwei riesigen Zimmern hatte man genug Platz um das ganze Gepäck problemlos zu verstauen. Nach ereignisreichen Unternehmungen tagsüber war eine ruhige Bleibe viel wert. So konnten wir die Nacht am Pool mit einem (zwei,...) Glas Mekong ausklingen lassen.

Fazit - Thailand ist eine Reise wert!

Mehr Informationen zu dieser beeindruckenden Reise gibt es bei einer Sonderveranstaltung, die voraussichtlich nach Pfingsten in unserem Vereinsheim stattfinden wird. Es werden Fotos vom Leben unter und über Wasser gezeigt und berichtet, wie geholfen werden konnte, welche Vorsichtsmaßnahmen nach dem Tsunami getroffen und welche Gedenkstätten errichtet wurden. Dazu sind alle Interessierten herzlichst eingeladen. Der genaue Zeitpunkt ist unter www.tauchclub-plattling.de zu erfragen.
( Richard Espertshuber )

 

 

basti gruppe

tintenfisch loch

hai manta

sonnenuntergang muräne