
Am 13.Mai 2005 war es endlich wieder so weit, die alljährliche Ausbildungsfahrt nach Elba stand wieder an. Nachdem am Nachmittag der Bus mit Kompressoren, Booten, Flaschen und Gepäck beladen worden war (wobei viele durch Abwesenheit glänzten), konnte es am Abend endlich losgehen. Als alle ca. 25 Taucher pünktlich um 19 Uhr in Plattling zur Abfahrt erschienen und noch eine kleine Panne am Bus bewältigt werden musste, konnte der Bus um 19.30Uhr starten. Nach einer ziemlich langen Nacht kamen wir am nächsten Morgen an die Fähre, die uns vom Festland zur Insel Elba brachte. Nach einer ca. halbstündigen Fahrt auf Elba, wobei viele die herrliche Landschaft genossen, erreichten wir um ca. 10 Uhr die „Mandel-Bar“, wo wir mit einem herzlichen Begrüßungsdrink empfangen wurden und auf die anderen trafen, die mit dem Auto angereist waren. Obwohl es nicht die erhofften 30 Grad hatte, konnte uns das etwas kühlere Wetter jedoch nicht abschrecken. Da wir noch eine Weile warten mussten, bis wir in die Bungalows durften, wurde die Zeit genutzt, um den Bus auszuladen, die Flaschen zu füllen und die Boote herzurichten.
Am Abend nach dem Abendessen trafen sich alle Taucher in der „Mandel-Bar“, wo Pfass den Ablauf der nächsten Tage erklärte. Da in den vergangenen Jahren nicht so viele Taucher dabei waren, wurden in diesem Jahr vier statt zwei Ausfahrten pro Tag gemacht, damit jeder zweimal am Tag tauchen konnte (was sehr gut für die Jugendlichen war, da ihr erster Tauchgang erst um elf Uhr stattfand). In den darauffolgenden Tagen wurden zahlreiche Tauchgänge trotz des etwas kühleren Wetters bestritten, wobei zahlreiche Fischschwärme, Tintenfische, Muränen, Zackenbarsche, Wasserschnecken und auch Gorgonien gesichtet wurden, über die natürlich zwischen den Tauchgängen häufig gesprochen wurde. Leider regnete es in der ersten Woche zwei Tage, an denen an einem Tag nicht getaucht werden konnte, und deswegen fiel auch der erste Nachttauchgang buchstäblich ins Wasser. Dies wurde aber durch die täglichen Volleyballturniere entschädigt, bei dem die Teamführer Fabian und Max mit ihren jeweiligen Teams um den Siegertitel der „Elba-Volleyballmeisterschaft 05“ kämpften.
Am Anfang der zweiten Woche wurde es endlich wärmer. Am ersten Tag konnte jedoch wieder nicht getaucht werden, da der Wellengang zu stark war (obwohl mir Pfass das Angebot machte, mit ihm zu tauchen, was ich jedoch dankend ablehnte J ). Doch in den nächsten Tagen wurde das Tauchen umso schöner bei sehr guter Sicht. Am Dienstag wurde das Finale der Volleyball-EM bestritten, bei der Max als Sieger der EM hervorging.
Am nächsten Abend wurde der Nachttauchgang der ersten Woche nachgeholt, und viele wagten ihren ersten Nachttauchgang. Später wurde über dieses Erlebnis noch an der Bar diskutiert und der erlebnisreiche Tag bei einem Gläschen Wein beendet. Da die zwei Wochen viel zu schnell vergangen sind und schon wieder der Abschied nahte, fanden am Donnerstag die letzten beiden Tauchgänge statt und die Boote wurden aus dem Wasser geholt und in die Tauchbasis getragen. Am Abend fand dann die abschließende Tauchertaufe und das allseits gefürchtete Tauchergericht statt. Die „Neulinge“ mussten vor Neptun und seine beiden Schergen treten und wurden nun zu echten Tauchern getauft. Das Tauchergericht verlief jedoch nicht so glimpflich. Da Neptun und seinen zwei Schergen ja nichts entgeht, wurden kleine Sünden wie Flossen oder Tauchcomputer vergessen, das Blei in der Tasche lassen oder den falschen Anzug anziehen natürlich von ihnen „hart“ bestraft. Am letzten Tag wurde noch gepackt, die Boote zusammengelegt und der Bus eingeräumt. Als sich alle von den Einheimischen verabschiedet hatten und alles zusammengepackt worden ist, traten zumindest einige schweren Herzens die Heimreise an und andere, was ich allerdings nicht verstehen kann, freuten sich wieder nach Hause zu kommen. Da wir in Portoferraio noch zwei Stunden auf die Fähre warten mussten, hatten wir noch etwas Zeit um in die Stadt zu gehen, doch einige waren etwas enttäuscht, da das bekannte Tauchergeschäft wegen Todesfall geschlossen hatte. Als uns dann um 19.30 Uhr die Fähre aufs Festland brachte traten wir endgültig die Heimreise an. Am Vereinsheim angekommen wurde das Gepäck wieder ausgeladen und der Kompressor und die Boote verstaut. Obwohl die zwei Wochen für mich viel zu kurz waren, war die Ausbildungsfahrt trotzdem ein voller Erfolg und ein großes Lob an alle, die mitgeholfen haben diese Fahrt zu ermöglichen.
Bericht: Barbara Messerer