1. Niederbayerischer Tauchsportclub Plattling e.V.
FOTOS/BERICHTE
Jugendfahrt zum Gardasee 2005

Am Samstag, den 30.7.2005 war es endlich soweit, die diesjährige Jugendfahrt zum Gardasee konnte beginnen. Nachdem alle 8 Jugendliche und deren Begleiter Pfass, Rainer, Walter und Pat um vier Uhr morgens in Plattling eintrafen und das ganze Gepäck verstaut war, konnte die Reise angetreten werden. In Folge einer ca.7-Stündigen Fahrt kamen wir ziemlich verschlafen an einem Grundstück in Manerba, das Pat und Walter gehört, an. Nach einer stürmischen Begrüßung von Silvio, einem immer gut gelaunten Italiener, machten wir uns unter glühender Hitze (ca. 37 Grad!!) daran, die zwei Zelte aufzubauen, in denen die Jugendlichen schlafen sollten. Pat, Walter, Pfass und Rainer schliefen in einem Wohnwagen, der schon die ganze Zeit auf dem Grundstück steht. Unsere Tauchausrüstung verstauten wir in einer kleinen Tauchbasis, die aus einem etwas größerem Zelt bestand. Da uns die Hitze doch ziemlich zu schaffen machte, beschlossen wir am Nachmittag zum Abkühlen noch an den See zu fahren, der ca. 10 Minuten von unserem „Campingplatz“ entfernt war. Das Wasser war angenehm warm und tat richtig gut nach einem so heißen Tag. Nach unserer Rückkehr vom See überraschte uns Silvio mit einer Badewanne, die er während unserer Abwesenheit vor unseren Zelten aufgebaut hatte und die uns in den nächsten Tagen immer wieder eine kleine Erfrischung brachte. Am Abend ließen wir den ersten Tag noch mit einer Pizza ausklingen, die wir uns von einer Bar in der Nähe holten. Am nächsten Morgen nach der ersten Nacht im Wohnwagen, im Zelt oder im Freien (einigen von uns war es im Zelt viel zu heiß) bildeten wir beim Frühstück zwei Gruppen, wo jeweils eine Gruppe am Strand bleiben sollte, während die andere zum Tauchen fuhr. Da wir es alle kaum erwarten konnten endlich im Wasser zu sein, packten wir so schnell wie möglich unsere Tauchausrüstung zusammen und beluden das Boot damit. Dieses Boot glich fast einer kleinen Yacht und ich konnte es kaum erwarten mit ihm zu den verschiedenen Tauchplätzen zu fahren. Es war blau-weiß und es hatte genügend Platz um unsere gesamte Ausrüstung darin zu verstauen. Nachdem alles zusammengepackt war, konnte es endlich losgehen. Wir fuhren in Richtung Strand und ließen dort an einem kleinen Hafen das Boot ins Wasser. Die erste Gruppe, die aus Pfass, Pat, Gudrun, Philip, Basti und mir bestand, konnte nun endlich zum ersten Tauchgang antreten. Das Fahren mit so einem Boot ist unbeschreiblich. Es kommt einem fast so vor als schwebe man über die Wellen des Sees und die Aussicht ist einfach großartig. Riesige Berge und große, grüne Wiesen und Wälder prägen die Landschaft. Auf einer kleinen Insel im See nahe am Ufer gibt es ein Schloss. Es ist traumhaft schön, mit lauter kleinen Fenstern und einer riesigen Dachterrasse. Ein riesengroßer Garten umgibt das Schloss mit lauter verschiedenen Bäumen jeder Größe und Art. Es ist schwer sich von diesem Anblick zu lösen, aber man ist ja schließlich zum Tauchen hierher mit dem Boot gefahren. Dieser und auch alle weiteren Tauchgänge, die ich dort an verschiedenen Tauchplätzen gemacht habe, werden mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Riesige, endlos scheinende Steilwände boten sich uns unter Wasser, übersäht mit Tausenden von Muscheln. Da konnte es schon mal passieren, das da ein paar Muscheln herabfielen und man in einen Muschelregen gelangte. Wenn man an einer Steilwand abtaucht, wird alles schwarz um einen herum und man sieht nur noch die Steilwand und seine Tauchpartner. Weiter unten wird dann die Sicht wieder klarer. Bei meinem ersten Tauchgang an einer Steilwand hatte ich keine Handschuhe an und ich konnte den Temperaturunterschied zwischen 20 und 30 Metern deutlich spüren. Aber es ist wunderbar, wenn du unter dir nichts als schwarz siehst und es noch weitere 150 Meter in die Tiefe geht. Leider ist das aber nicht gerade der passenste Ort, seinen Tauchcomputer zu verlieren, da die Chance relativ gering ist ihn wiederzufinden. Gratulation noch an Pat, die bei diesen Tauchgängen ihre ersten drei Führungstauchgänge mit Gudrun und Philip und mir beinahe perfekt gemeistert hat.

Immer wenn die erste Gruppe vom Tauchen zurückkam, war die zweite, die aus Rainer, Walter, Fabian, Max, Lena und Daniel bestand, an der Reihe, während die erste Gruppe am Strand blieb. An den Abenden fuhren einige Motorcross-Rennen auf einer Bahn, die auf dem Grundstück war. Leider gab es dabei einen kleinen Unfall, wobei Rainer mit einem Fuß abrutschte und eine Platzwunde am Bein bekam, die von Pat bestens versorgt wurde. Das sollte aber leider nicht das kleinste Übel bleiben. Am Dienstag fuhren wir zum ersten mal Jetski, wobei immer die Gruppe fuhr, die gerade nicht beim Tauchen war. Auch dies ist ein außergewöhnliches Gefühl mit so einem Ding über den See zu fahren. Doch am Mittwoch verlief das Jetski fahren jedoch nicht so gut wie am Tag zuvor. Wir fuhren zu dritt auf dem Jetski, Pfass war am Steuer, ich saß in der Mitte und Gudrun hinter mir. Aber plötzlich, obwohl wir nicht besonders schnell fuhren, fiel Gudrun vom Jetski und erst als sie die Hand aus dem Wasser tat, sah sie, das mit ihrem Finger etwas nicht in Ordnung war. Sie fuhr sofort mit Pat ins Krankenhaus und dort wurde ihr Finger wieder eingerichtet, doch sie konnte ihn nicht mehr strecken und die Ärzte stellten fest, das eine Sehne gerissen war. Da sie in Italien nicht operiert werden konnte trat sie schon am Donnerstag morgen die Heimreise an, wobei wir noch versuchten, sie beim Abendessen am Tag zuvor ein wenig aufzuheitern. Der Rest, der noch übriggeblieben war, machte am Donnerstag seinen letzten Tauchgang und fuhr Abends zu einer Wein-Bar nach Salo, wo aber der größte Teil von uns sich sehr schnell verabschiedete und wieder heimfuhr, da wir doch zu müde waren. Am Freitag wurde nach dem Frühstück wieder alles zusammengepackt, die Taucherausrüstung verstaut, die Zelte abgebaut und alles für die Heimreise fertig gemacht. Nach einer traurigen Verabschiedung von Silvio und seinem Sohn Nicki, die mir in der kurzen Zeit doch sehr ans Herz gewachsen sind traten wir wieder die Heimreise an. Wieder daheim erfuhren wir, das Gudrun erst in ca. 2 Wochen operiert werden kann, da ihr Finger mittlerweile so angeschwollen ist, das eine Operation unmöglich ist. Als im Vereinsheim wieder die ganze Ausrüstung abgegeben worden ist, beschlossen wir den Urlaub noch bei einem schönen Abendessen in einem Restaurant ausklingen zu lassen, wo wir auch auf ein paar Daheimgebliebene trafen.

Zum Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei Walter und Pat bedanken, die uns zum Gardasee auf ihr Grundstück eingeladen und bei Rainer und Pfass, die das Ganze überhaupt ermöglicht haben. (Barbara)

 

 

 

 

Gruppenfoto am Abend

Mädels Füße von Max

Max unter Wasser Taucherboot

JetSki am Strand

Fabian Phillipp