Mitte Juni 2026 war es soweit: Unser erster Vorstand Daniel Gürster reiste gemeinsam mit einer Gruppe von Tauchlehreranwärtern aus ganz Bayern auf die italienische Insel Elba, um dort den Tauchlehrerausbildungslehrgang TL1 des Bayerischen Landes-Tauchsportverbandes e.V. (BLTV) zu absolvieren und kehrte eine Woche später mit der begehrten Lizenz in der Tasche nach Hause zurück.
Eine Woche voller Herausforderungen
Als Basis diente die Tauchstation „Aquanautic Elba” in der malerischen Morcone-Bucht. Geleitet wurde der Lehrgang von Ausbildungsleiter Klaus Merk, unterstützt von seinen Co-Ausbildern Dennis Geis, Christoph Baumann und Axel Rimpler sowie dem BLTV-Arzt und Ausbilder Anderl Stadler. Ein erfahrenes Team, das den Anwärtern von Beginn an alles abverlangte.
Bereits der erste Tag hatte es in sich. Die Tauchlehreranwärter starteten direkt mit handfesten Übungen im Neoprenanzug, darunter 1.000 Meter Schwimmen mit Flossen, Streckentauchen ohne Atemgerät und Knotenarbeit unter Wasser. Eine erste Standortbestimmung, die allen zeigte, was die Woche noch bringen würde.
Vorbereitung auf die Prüfungstauchgänge
In den folgenden Vorbereitungstauchgängen wurde die Tiefe schrittweise gesteigert und die Übungen immer praxisnäher. Aufsteigen unter Wechselatmung aus 40 Metern, Sternformation aus 45 Metern Tiefe, das sichere Handeln bei einem vereisenden Atemregler oder Luftmangel, jede Situation, die unter Wasser gefährlich werden kann, wurde systematisch geübt und anschließend im Debriefing gemeinsam reflektiert.
Auch Theorie und Organisation gehörten fest zum Programm. Daniel hielt Kurzreferate zu Sicherheitsthemen und übernahm an einem ganzen Tag die Rolle des Tauchlehrers vom Dienst, kurz TLvD. In dieser Funktion verantwortete er die komplette Organisation aller Tauchgruppen, koordinierte die Absprachen mit der Tauchbasis und der Schiffsbesatzung und stellte sicher, dass Notfallkoffer und Defibrillator stets einsatzbereit mit auf die Boote kamen. Eine Aufgabe, die zeigt, dass ein Tauchlehrer weit mehr ist als jemand, der gut tauchen kann.
Die Prüfungstauchgänge
Ab Mittwoch begannen die sechs Prüfungstauchgänge, die sich über drei intensive Tage erstreckten. Den Auftakt machte ein Tieftauchgang auf mindestens 40 Meter, bei dem unter dem Einfluss der Stickstoffnarkose Rechenaufgaben gelöst werden mussten, eine der eindrucksvollsten Übungen des gesamten Lehrgangs, die zeigt, wie der Körper unter Druck reagiert. Danach folgten kontrollierte Aufstiege mit Dekompressionsstopps, die bekannte „Fuchsjagd”, Orientierungstauchgänge ohne Tauchcomputer oder Kompass sowie die anspruchsvolle Rettung eines verunfallten Tauchers aus 30 Metern Tiefe, eine Übung, die höchste Konzentration und sicheres Handeln erforderte.
Den Abschluss bildete ein Tieftauchgang auf 45 Meter am Lieblingsspot der Gruppe, dem Capo Fonza. Neben den Prüfungsaufgaben, darunter Tauchen ohne Maske für zwei Minuten, wartete die Unterwasserwelt Elbas mit einem frei sitzenden Oktopus, Langusten, Muränen und beeindruckenden Barrakudaschwärmen mit bis zu 150 Tieren. Ein würdiger Abschluss einer außergewöhnlichen Woche.
Urkundenübergabe und Ausblick
Am letzten Abend wurden die Urkunden feierlich übergeben, ein Moment, auf den die ganze Gruppe lange hingearbeitet hatte. Für Daniel bedeutet die TL1-Lizenz einen wichtigen nächsten Schritt in seiner taucherischen Laufbahn. Erst Anfang des Jahres hatte er gemeinsam mit unserer Jugendleiterin Charlotte Miedl die Trainer-C-Ausbildung im Breitensport Tauchen erfolgreich abgeschlossen, mit der TL1-Lizenz darf er nun eigenverantwortlich Taucher ausbilden.
Für den Tauchclub Plattling ist das ein echter Gewinn. Mit Daniel als ausgebildetem Tauchlehrer wächst nicht nur die Ausbildungskapazität im Verein, sondern auch die Qualität, mit der künftig Kurse und Ausbildungsgänge angeboten werden können. Wer also schon immer das Tauchen erlernen wollte, ist bei uns in besten Händen.
Der gesamte Tauchclub Plattling gratuliert Daniel von Herzen zu dieser tollen Leistung!
M.B.🤿




